(Grund)-Schule und Bio-Landwirtschaft in Bremen

Der Stadtstaat Bremen ist umgeben von landwirtschaftlich genutzter Fläche, die für einen gut erreichbaren außerschulischen Lernort prädestiniert ist. Der Verein SozialÖkologie e.V. besitzt aus seiner jahrzehntelangen Arbeit  für die Belange des Ökolandbaus in Bremen und „umzu“ zahlreiche, gewachsene Kontakte zu den Bio-Bauernhöfen und Biobetrieben im Bremer Umland.

Einige dieser Bio-Bauernhöfe sollen für eine konzeptionelle Vernetzung mit Bremer Grundschulen genutzt werden. Diese Höfe werden von Landwirten betrieben, die ein starkes Interesse an der Vermittlung des ökologischen Landbaus als Basis einer nachhaltigen Lebensmittelherstellung besitzen. Ihnen und allen anderen Beteiligten wird der Verein fachlich, didaktisch und organisatorisch zur Seite stehen.

Mehr als 70, meist mehrzügige Grundschulen gibt es in Bremen. Trotz bereits bestehender Kooperationen zwischen Grundschulen und Bauernhöfen in einigen Stadtteilen (Neustadt, Horn), hatte die Mehrzahl der Grundschulklassen bisher nicht die Möglichkeit einen Bauernhof zu besuchen.

Der Verein SozialÖkologie möchte Schulklassen auf ihrem Lernweg vom Bio-Bauernhof bis zum Lebensmittel begleiten. Die SchülerInnen haben die Möglichkeit, den gesamten Prozess der Herstellung von Bio-Lebensmitteln zu erfahren und die ökologischen Zusammenhänge der Kulturlandschaft kennen zu lernen. Die Stationen sind Bio-Bauernhöfe sowie Verarbeitungs- (z.B. Bäckerei) und Vermarktungsorte (Stand auf dem Markt) ökologischer Produkte in der Bremer Region. Sofern es die Infrastruktur der Schule zulässt, rundet ein gemeinsames, selbst zubereitetes Essen das Programm ab.

An den außerschulischen Lernorten wird z.B. die Verbindung zwischen Kuh, Milch, Butter und Eis oder Huhn und Ei, Kartoffel und Pommes frites verdeutlicht und mit allen Sinnen erfahren.

Abhängig von den Bedürfnissen der jeweiligen Klassen können auch einzelne Stationen aus diesem Lernweg gewählt werden. Eine Vor- und Nachbereitung in der Schule wird durch die Bereitstellung von „Aktionsboxen“ (vielfältige Unterrichtsmaterialien) unterstützt.

Dieses Projekt ist ein konkreter Beitrag zum Projekt ‚BIOSTADT BREMEN’, das darauf abzielt, den Einsatz von regional erzeugten Biolebensmitteln in öffentlichen Einrichtungen zu erhöhen.

Träger: Verein SozialÖkologie e.V., Am Dobben 43A, 28203 Bremen, Tel. 0421/3499077, info@verein-sozialoekologie.de

Ansprechpartnerin/Projektleiterin: Monika Baalmann

 

 

Das Projekt „Schule trifft Bio-Bauern“ in Kürze:

Wissens-Kooper­ationen: Wissens-Kooperationen zwischen Bremer Grundschulen und Bio-Bauern­höfen werden mit Hilfe des Vereins SozialÖkologie e.V. geschaf­­fen.

Bio-Bauernhofex­kur­sionen: Mit einem speziell auf den jeweiligen Biohof ausge­richteten päda­go­gischen Pro­gramm ent­decken die Grund­schüler die Welt des Bio-Bauern­hofs. Hier wird mit allen Sinnen ge­forscht. Sowohl theoretische als auch praktische Aspekte werden berück­sichtigt.

Erleben eines Ver­arbei­tungs- oder Ver­markt­ungs­ortes: Weiter wird der Weg der Bio-Lebens­mittel verfolgt und geschaut, was während der Lebens­­mittel­­ver­arbeitung geschieht und wo und wie die Produkte anschließend vermarktet werden.

Innerhalb der Laufzeit von 2 Jahren werden 25 – 30 Exkursions­tage durch­geführt.

Aktionsboxen: Speziell entwickelte Aktions­boxen zu mindestens drei Themen werden den Grundschulen für ihr Projekt zur Verfügung gestellt.

Gemeinsam zubereiten und essen: Selbst zubereitet schmecken die Lebensmittel in der Gemeinschaft der Klasse besonders gut. Einfache Ideen und Rezepte für zu Hause transportieren das Erlernte weiter in die eigene Küche.

Fach- und Erfahrungsaustausch:Zweimal im Jahr treffen sich alle pädagogischen Mitarbeitenden des Vereins und der Bio-Bauern­höfe/Gewerbe/Markt zum Erfahrungs­aus­tausch unter Leitung des Vereins SozialÖkologie

Evaluation: In einem Evaluationsbogen geben die Lehrenden schriftlich Rück­meldung über Veran­staltungen, die stattge­funden haben. Ergebnisse daraus werden in den weiteren Verlauf eingearbeitet.

Laufzeit: Januar 2014 –  Oktober 2015

Im Mai 2014 beginnt die Durchführungs­phase und es finden die ersten begleiteten Bio-Bauernhof­exkur­sionen statt, die bis Ende Sommer 2015 fortgeführt werden.