Bio-fairer Bauernladen-Kaffee aus Honduras El Oro de Marcala

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Seit ein paar Jahren kommt der aromareiche Bauernladen-Kaffee ausschließlich von der Frauen-Kooperative COMUCAP. Die »Coordinadora de Mujeres Campe­sinas de la Paz« (COMUCAP) ist ein Zusammen­schluss von indigenen Frauen aus dem Bezirk La Paz/Mar­cala in Honduras. Hauptprodukte der Kooperative sind biologisch ange­bauter, öko-zerti­fizierter Hoch­land-Kaffee und Aloe Vera-Pro­dukte. Die Besitz­titel der Kaffee­parzellen sind in den Hän­den der Frauen, so wird der Selbst­be­stimmung und Unab­hängigkeit der Frauen eine ökonomische Basis gegeben. Mit Bildungs­programmen und Rechts­beratungen setzt sich COMUCAP für die Urbevölkerung und ganz besonders für die Rechte der Frauen ein.

Der Kaffeesorte Arabica wird in Marcala auf einer Höhe zwischen 1200 und 1650 m angebaut. Sie zeichnet sich – im Gegen­satz zur Kaffee­sorte Robusta - durch edleren Geschmack und deutlich geringeren Koffeingehalt aus. Ein ausgewachsener Kaffeestrauch erreicht eine Höhe bis zu 2,50 Meter, er kann jahrzehntelang, manchmal auch hundert Jahre ertragreich sein.

Foto: U. Eckhardt

Unser Kaffee ist nicht nur im Bauern­laden zu bekommen, sondern wird von uns auch an das Schulzentrum Neustadt, das Townside-Hostel im Ostertor sowie an die Stiftung der Evangelischen Kirchen­gemeinde St.Georg in Sottrum geliefert.

Ein Ziel der Kaffeepartnerschaft zwischen der EVG und COMUCAP ist auch der persönliche Austausch und der gegen­seitige Besuch. Mehrfach waren bereits Vertre­terinnen der Kooperative aus Honduras in Bremen zu Gast und haben unseren Mitgliedern die Situation der Kooperative und die politische Lage in Honduras erläutert.

Durch die Direktver­marktung des Kaffees und die Orientierung an den Kriterien des Fairen Handels zahlt die Bremer EVG der Kooperative COMUCAP einen fairen Preis, der weit über dem Weltmarktpreis liegt.  Als Fairer Handel wird ein kontrollierter Handel bezeichnet, bei dem den Erzeugern für die gehan­delten Produkte mindestens ein von Fair Trade-Organi­sationen (z.B. GEPA, El Puente etc.) festgelegter Mindestpreis, welcher über dem jeweiligen Weltmarktpreis angesetzt ist, bezahlt wird. Dazu wird außerdem versucht, langfristige partner­schaftliche Beziehungen aufzubauen. In der Produktion sollen außerdem  festge­legte Umwelt- und Sozial­standards eingehalten werden.


Weser-Kurier v. 7. Feb.2013

zum "Stadtkaffee" die Druckversion.


Foto: Scheitz/WK


Infromationen:




(s. auch den Bericht im BauernLaden Anzeiger 7,

BauernLadenAnzeiger 3 und BauernLadenAnzeiger 15)