Bio kommt bequem nach Hause - Besuch bei unserer Erzeugergärtnerei Rhizom und der Ökokiste

Unser Verein SozialÖkologie (VSÖ) hatte wieder Schulen, Kitas und die Mitglieder der EVG eingeladen, die Ökokiste mit der Gärtnerei Rhizom kennenzulernen als praktische und zuverlässige Bezugsmöglichkeit für Bioprodukte beim Naturschutzgebiet Borgfelder Wümmewiesen.

Bei strahlendem Sonnenschein und kaltem Winterwetter bewunderten wir erst einmal die überschwemmten und größtenteils zugefrorenen Wümmewiesen kurz vor Lilienthal mit vielen Graugänsen und Schwänen. Eine Zufahrtsstraße war wegen des Hochwassers gesperrt. Gernot Riedl, der zusammen mit Lothar Klerings die Ökokiste als GbR (Gesellschaft bürgerlichen Rechts) betreibt, zeigte uns Lager- und Packräume zur Vermarktung und zum Vertrieb der Produkte der umliegenden Biogärtnerei Rhizom, ein von der Ökokiste wirtschaftlich getrennter, selbständiger Bioland - Betrieb mit Kräutergarten, 3.000 qm Gewächshäusern, ½ Hektar Feldern und einem Lehrgarten, der gerne von Schulen besucht wird. In enger Zusammenarbeit werden Anbau, Vielfalt und Mengen festgelegt. „In diesem Jahr mit so langem Frost ist alles noch nicht so weit wie sonst“, berichtete Gernot. So waren die Feldsalat- und Mangoldpflänzchen noch im Gewächshaus.

Das Besondere an Rhizom: Alles wird selber gemacht, Jungpflanzen gezogen, eigene Erde verwendet - „da geht man auf Nummer sicher und weiss genau, was drin ist!“ Der Verkauf von Jungpflanzen für Garten und Balkon läuft gut, denn da man sie langsam wachsen lässt, sind sie besonders fest und stabil. 40 Gemüsesorten werden angebaut. Die Arbeit machen 2 Festangestellte (als Gärtnerin Claudia Ramsperger) und 25 Mitarbeiter/ innen über die ÖkoNet gGmbH im Rahmen von Beschäftigung und Qualifizierung von Langzeitarbeitslosen. Da das Pflügen mit Pferden 4 Wochen früher möglich ist als mit einem Trecker, wird bei Rhizom im Frühjahr mit Kaltblütern gepfügt. Bilder

Vorrang für regionale Saisonprodukte

Jetzt im März ist absolute Saure- Gurken-Zeit, wenn man nur regionale Gemüse essen will, aber es gibt immerhin noch Pastinaken, Schwarzwurzeln, Möhren, Rotkohl, Feldsalat, Postelein, Sellerie, Rote Beete und ganzjährig aus Kultur Champignons und Chicoree. Für Abwechslung ist also gesorgt. Viele Ökokistenkunden wollen grundsätzlich nur regionale saisonale Waren geliefert bekommen. Darüber hinaus bezieht man Waren vorrangig aus der Region, aber auch aus ganz Europa, z.B. Orangen oder Bananen. „Und wenn ein Kunde Ananas bestellt, bekommt er sie“, so Gernots Auskunft. Rund 300 Ökokisten werden wöchentlich ausgeliefert nach Bremen, Bremerhaven und ins Umland, auch an Schulen und Kindergärten.

Servicemappe mit Rezepten
Alle Kunden erhalten nach den ersten Lieferungen eine „Servicemappe“ mit Produktbeschreibungen für regional-saisonale Gemüse, Salat und Pilze – mit tollen Rezepten. Was es alles gibt:

  • Kleine und Große Familien-Kisten,
  • Single-Kisten,
  • Ruck-Zuck- Kisten,
  • Still-Kisten oder
  • Was-Ihr- Wollt-Kisten

Was drin sein kann Backwaren, Backzutaten, Brotaufstriche, Eier, Essig und Öle, Fleisch, Gemüse, Getränke, Getreide, Gewürze, Käse, Kerzen, Körperpflege, Marmeladen, Milchprodukte, Nudeln, Nüsse, Obst, Pflanzen, Reinigungsmittel, Süßwaren, Tee und Kaffee, Trocken- und Hülsenfrüchte, Wurstwaren

Renate Richter

 

Kontakt

Rhizom

28357 HB-Borgfeld

 

Die Gärtnerei ist über ÖkoNet zu erreichen.