Pressemitteilung zu 'Kein Billigfleisch und mehr Bio - auch in Krankenhäusern!'

15. Nov. Juli 2017 -

Kein Billigfleisch und mehr Bio - auch in Krankenhäusern!


Aktionsplan für die öffentlich Gemeinschaftsverpflegung muss auch öffentliche Krankenhäuser einbeziehen und noch dieses Jahr beschlossen werden.

Das Agrarpolitische Bündnis Bremen (ABB) fordert den Bremer Senat, den von der Stadtbürgerschaft geforderten Aktionsplan zur Ökologisierung der öffentlichen Gemeinschaftsverpflegung in Kitas, Schulen und Krankenhäuser noch in diesem Jahr zu beschließen. Der Senat sollte lt. Beschluss der Stadtbürgerschaft vom 20.9.2016 innerhalb von 12 Monaten einen Aktionsplan vorlegen.  „Diese Zeit ist um, jetzt müssen Nägel mit Köpfen gemacht werden, damit Billigfleisch aus  der öffentlichen Gemeinschaftsverpflegung verschwindet und eine nachhaltige Ökologisierung beginnen kann“, so Peter Bargfrede von der Bremer Erzeuger-Verbraucher-Genossenschaft (EVG), Vertrauensperson des Bürgerantrags „Kein Billigfleisch in der öffentlichen Gemeinschaftsverpflegung“ und Sprecher des ABB.

Angesichts der neuesten Forschungsergebnisse über einen dramatischen Arten- und Insektenschwund in unserer Landschaft, der sehr wahrscheinlich vor allem durch Mono-Kulturen und den enorm hohen Einsatz von synthetischen Pestiziden in der konventionellen Landwirtschaft verursacht wird, müssen auch die Kommunen mehr Verantwortung zur Förderung einer umweltfreundlichen Landwirtschaft übernehmen. „Bremen ist hier als ‚BioStadt‘, Fair-Trade-City und gentechnikfreie Region auf einem guten Weg, mit einem ambitionierten Aktionsplan zur Ökologisierung der öffentlichen Gemeinschaftsverpflegung könnte Bremen Vorbild für andere Kommunen in Deutschland sein“, so Peter Bargfrede.

Nach Informationen des ABB ist sich die rot-grüne Koalition über eine stufenweisen Erhöhung des Bio-Anteils bis 2022 auf 100 Prozent in Kitas und Schulen einig, es hakt aber immer noch bei den Krankenhäusern. Die Gesundheitsbehörde lehnt bisher verbindlichen Vorgaben und Bio-Quoten für die kommunalen Krankenhäuser im Aktionsplan ab. „Wir können eine solche Haltung nicht verstehen, zumal es schon heute zahlreichen Krankenhäusern gelingt, einen mehr oder weniger hohen Bio-Anteil in der Krankenhausverpflegung zu realisieren, außerdem hätten die Krankenhäuser sieben Jahre Zeit zur Umstellung, zur Schulung des Personals und zur Optimierung des Speiseplans“, so Bargfrede weiter. „Wir wären auch bereit, eine Bio-Quote von 50% bis 2024 zu akzeptieren, und nicht 75% wie im Beschluss der Bürgerschaft vorgesehen, aber eine stufenweise Erhöhung des Bio-Anteils muss auch für die Krankenhäuser festgeschrieben werden“, so der Sprecher des ABB. „Die Krankenhäuser müssten eigentlich ein besonders großes Interesse an gesunden und ökologisch erzeugten Lebensmittel haben, sind doch viele Krankheiten ernährungsbedingt und Antibiotikaresistenzen aus der Massentierhaltung eine große Gefahr für die Patienten in den Krankenhäusern“, so Jutta Draub Ketelaar vom Verein SozialÖkologie, Mitglied im ABB. 

Tipp: Wie mehr Bio in einem Krankenhaus funktionieren kann, ist Thema auf der nächsten Sitzung der Deputation für Gesundheit und Verbraucherschutz am Donnerstag, d. 16. November. Thomas Voß, stellvertretender kaufmännischer Direktor der LWL-Kliniken Münster und Lengerich wird dort gegen ca. 15:30 Uhr über die Erfahrungen der Münsteraner Kliniken mit dem Einsatz von Bio-Lebensmitteln referieren.

Pressemitteilung . Sept. 2017 - Mehr Bio – auch für Krankenhäuser!

  Das Agrarpolitische Bündnis Bremen (ABB) sieht sich durch den heutigen Weser Kurier-Artikel darin bestätigt, dass es genügend Bio-Lebensmittel für eine Ernährungs­wende auch in den öffentlichen Kranken­häusern Bremens gibt. Die Behauptung der Geno-Nord, dass die Umstellung der Krankenhaus­verpflegung auf 75 Prozent Bio-Produkte bis zum Jahr 2024  an den erforderlichen Mengen scheitern würde, ist widerlegt. Bio-Lebensmittel sind schon jetzt genug da, und eine Umstellung scheitert bisher eher am Können und Wollen der Akteure als an Preis und Menge. „Die kommunalen Kranken­häuser haben zudem bis 2024 Zeit, die Ernährung von jetzt nahezu Null-Prozent Bio auf 75 Prozent zu steigern, das ist auch in Bremer Kranken­häuser machbar, wenn die Politik die Vorgaben macht, die Geno-Leitung dieses Ziel konstruktiv unterstützt und das Küchenper­sonal entsprechend geschult wird“, so Peter Bargfrede von der Bremer Erzeuger-Verbraucher-Genossenschaft (EVG), Sprecher des ABB und Vertrauensperson des Bürgerantrags „Kein Billigfleisch in der öffentlichen Gemeinschafts­verpflegung“.  
„Wir fordern daher den Bremer Senat auf, in dem bis September zu erstellenden Aktionsplan zur Umstellung der öffentlichen Gemeinschafts­verpflegung auf Bio-Lebensmittel auch die Krankenhäuser in die Pflicht zu nehmen und am Ziel festzuhalten, dass dort bis 2024 mindestens 75 Prozent der Lebensmittel aus dem ökologischen Landbau kommen müssen“, so der Sprecher weiter. Aus Sicht des ABB ist eine Ernährungs- und Agrarwende dringend erforderlich. Die neuesten Forschungs­ergebnisse über einen dramatischen Artenschwund in unserer Landschaft, bedingt vor allem durch den enorm hohen Einsatz von künstlichen Mineraldünger und synthetischen Pestiziden in der konventionellen Landwirtschaft, sind besorgniserregend und zwingen zum Handeln.
 „Die Krankenhäuser müssten eigentlich ein besonders großes Interesse an gesunden und ökologisch erzeugten Lebensmittel haben, sind doch viele Krankheiten ernährungs­bedingt und gefährden Antibiotika­resistenzen aus der Massentierhaltung die Patienten in den Krankenhäusern. Außerdem böte eine Ernährungswende in den öffentlichen Krankenhäusern den Einrichtungen die große Chance, ihr Image bundesweit zu verbessern. Hier könnte Bremen mal Spitzenreiter sein und nicht Tabellenletzter“, so Peter Bargfrede.

vorhergehende Berichte:

Weser-Kurier 24. Aug. 2017

Weser-Kurier 9. Sept. 2017 Klinik mit eigener Bäckerei

Weser-Kurier 9. Sept. 2017 Bio-Lebensmittel in Hülle und Fülle

Was hatten wir im Bürgerantrag gefordert: Was hat die Stadtbürgerschaft beschlossen: 
1. Bis Ende 2015 die öffentliche Beschaffung von Lebensmitteln der Stadt Bremen (z.B. für öffentlich Empfänge im Rathaus) komplett auf Produkte aus nachweislich artgerechter Tierhaltung umzustellen. Die Stadtbürgerschaft fordert den Senat auf:
1.binnen zwölf Monate nach Beschlussfassung (20. Sept 2016) die öffentliche Beschaffung von tierisch erzeugten Lebensmitteln für öffentl. Veranstaltungen der Stadt Bremen, welche diese unmittelbar selbst durchführt (z.B. öffentliche Empfänge im Rathaus) auf Produkte umzustellen, die mindestens den Kriterien der Verordnung (EG) Nr. 834/2007 des Rates vom 28. Juni 2007 über die ökologische / biologische Produktion und die Kennzeichnunq von ökol. / biol. Erzeugnissen entsprechend produziert werden. 
2. Bis Ende 2015 einen Aktionsplan der Bürgerschaft vorzustellen, wie bis bis zum Jahr 2020 die Beschaffung von Lebensmitteln für die öffentliche Gemeinschaftsverpflegung (Kantinen, Kitas, Krankenhäuser, Schulen und Mensen) auf Produkte aus nachweislich artgerechter Tierhaltung umgestellt wird, einschließlich entsprechender Anpassung der Beschaffungsrichtlinien und Pachtverträge. 2. Binnen zwölf Monaten nach Beschlussfassung einen mehrstufigen Aktionsplan vorzustellen, der aufzeigt, wie aufwendungsneutral
a) bis zum Jahr 2022 die Beschaffung von tierisch erzeugten Lebensmitteln für die öffentliche Gemeinschafts­verpflegung in Kitas und Schulen auf Produkte umgestellt werden kann, die mindestens nach der obigen EG Verordnung entsprechend produziert werden. Dies gilt für Kitas und Schulen soweit sie Dienststellen oder Unternehmen der Stadtgemeinde Bremen sind oder entsprechenden Einfluss ausüben kann.
b) bis zum Jahr 2024 die Beschaffung von tierisch erzeugten Lebensmitteln für die öffentliche Gemeinschafts­verpflequnq in Krankenhäusern zu 75% auf Produkte umgestellt werden kann, die mindestens nach der obigen EG Verordnung entsprechend produziert werden. Langfristig soll die komplette Umstellung erfolgen. Dies gilt für Unternehmen der Stadtgemeinde Bremen, auf die die öffentliche Hand aufgrund Eigentum, finanzieller Beteiligung, Satzung oder sonstiger Bestimmungen unmittelbar oder mittelbar einen beherrschenden Einfluss ausüben kann.
3. Bis Ende 2020 in der öffentlichen Beschaffung von Lebensmitteln den Anteil von Milch-und Fleischprodukten aus der ökologischen Tierhaltung auf mindestens 25 Prozent zu erhöhen.3. Zur Umsetzung des mehrstufigen Aktionsplans eine entsprechende Anpassung der öffentlichen Beschaffungsrichtlinien und der Pachtverträge für Kantinen in Dienststellen und Unternehmen der Stadtgemeinde Bremen, auf die die öffentliche Hand aufgrund Eigentum ... einen beherrschenden Einfluss ausüben kann, zu überprüfen und ggf. vorzunehmen.
4.bei der Beschaffung von tierisch erzeugten Lebensmitteln in der öffentlichen Gemeinschaftsverpflegung nach Möglichkeit regionale Produkte zu bevorzugen.

Die Antwort aus drei Deputationen ist klar:

Kein Billigfleisch mehr ab 2022 in Kitas und Schulen und in Krankenhäusern ab 2024 zu 75% Bio-Fleisch-

taz 17. Sept. 2016

Weser-Kurier 18. Sept. 2016

Das kann nicht die Antwort des Senats auf den Bürgerantrag sein!

taz 30. Mai 2016 : "Kein großer Wurf"

Der Bürgerantrag gegen Billigfleisch in öffentlichen Gemeinschaftsverpflegungen wird in den Deputationen debattiert

Am 17. Mai 2016 fand eine Anhörung und Diskussion im politischen Fachgremium "Gesundheit" statt.

Die Berichterstattung dazu:

"Bremen kann sich Moral leisten", taz. 18. Mai 2016

"Entscheidung über Billigfleisch vertagt", Weser-Kurier 18. Mai 2016

"Fleisch in Bremer Kantinen soll ökologisch werden" Weser-Report 18. Mai 2016

"Billigfleisch soll bald vom Tisch sein" Nord-West Zeitung 19. Mai 2016

Bürgerantrag gegen Billigfleisch anerkannt! - Am 19. Januar Abstimmung in der Stadtbürgerschaft – Agrarpolitisches Bündnis Bremen (ABB) ist optimistisch

(Pressemitteilung vom 9. Jan.)

Kurz vor Weihnachten erhielt die Vertrauensperson des Bürgerantrags gegen Billigfleisch in der öffentlichen Gemeinschaftsverpflegung von der Bremischen Bürgerschaft die Nachricht, dass ausreichend gültige Unterschriften, also mindestens 4.000, vom Agrarpolitischen Bündnis Bremen gesammelt wurden und der Bürgerantrag damit anerkannt ist. Das Agrarbündnis hatte Anfang November 5.383 Unterschriften an den Präsidenten der Bremischen Bürgerschaft überreicht. Die Kernforderung des Bürgerantrags lautet, „binnen sechs Monaten ab Beschlussfassung einen Aktionsplan der Bürgerschaft vorzustellen, wie bis zum Jahr 2020 die Beschaffung von Lebensmitteln für die öffentliche Gemeinschaftsverpflegung (Kantinen, Kitas, Krankenhäuser, Schulen und Mensen) auf Produkte aus nachweislich artgerechter Tierhaltung umgestellt wird, einschließlich entsprechender Anpassung der Beschaffungsrichtlinien und Pachtverträge“.

Mit der Anerkennung des Bürgerantrags durch die Verwaltung der Bürgerschaft war die Voraussetzung erfüllt, dass dieser auf die Tagesordnung der Stadtbürgerschaft gesetzt werden muss. Dies ist jetzt am Dienstag, d. 19. Januar der Fall. „Wir sind glücklich, dass sich der große Aufwand gelohnt hat und sind sehr gespannt, wie die Abgeordneten der Stadtbürgerschaft über unseren Antrag abstimmen werden“, so Peter Bargfrede, Vertrauensperson des Antrags und Sprecher des Agrarpolitischen Bündnis Bremen.

„Wir erwarten von der rot-grünen Koalition eine eindeutige Zustimmung zum Bürgerantrag und keine Verschiebung in irgendwelche Ausschüsse o. ä., so der Sprecher weiter, „alles andere wäre eine große Enttäuschung und ein krasser Widerspruch zur Koalitionsvereinbarung vom 13. Juli 2015“. Dort steht: „Bremen betreibt eine ‚Politik mit dem Einkaufskorb’ um Zeichen zu setzen, Debatten anzustoßen und praktische Solidarität mit Erzeugerinnen und Erzeugern zu üben“. Auch ein Bekenntnis zu mehr Tierwohl ist in der Vereinbarung formuliert: „Eine Qualitätssteigerung bedeutet für uns auch, dass Tierprodukte zunehmend aus ökologischer Tierhaltung angeboten werden. In Kenntnis dessen, dass ökologisch erzeugte Tierprodukte mittelfristig einen höheren Einkaufspreis haben, sind wir in der Stadt Bremen bereit, den zu erwartenden höheren Preis von Kindergarten-, Hort- und Schulverpflegung für die Berechtigten des Bremen-Passes zu Lasten des Sozialetats zu decken.

Die große Mehrheit der Deutschen teilt ohnehin grundsätzlich das Anliegen des Bürgerantrags, wie eine aktuelle Umfrage des Meinungsforschungsin­stituts Forsa im Auftrag des Bundesministeriums für Ernährung und Landwirtschaft (BMEL) bestätigt. Danach sind 89 Prozent der Befragten für eine artgerechte Tierhaltung und grundsätzlich bereit, mehr zu zahlen, wenn Tiere dafür besser gehalten würden. Dass bei einer optimierten Speiseplanung die Mehrkosten für qualitativ besseres Fleisch aus artgerechter Tierhaltung kaum nennenswert ins Gewicht fallen, belegt zudem ein Gutachten von a’verdis für das Bündnis „Artgerechtes München“.

„Die vorbehaltlose Zustimmung der Stadtbürgerschaft für den Bürgerantrag wäre nicht nur ein großer Beitrag für mehr Tierwohl, sondern auch ein Signal für andere Kommunen, diesem ‚Bremer Modell’ zu folgen“, so Peter Bargfrede vom ABB.

Bürgerschaftsverwaltung erkennt Bürgerantrag an. Am 19. Jan. 16 in der Bürgerschaft

Wir haben von der Bürgerschaftsverwaltung die Nachricht erhalten, dass unser Antrag angenommen wurde und am 19. Januar auf die Tagesordnung der Stadtbürgerschaft kommt. Der Antrag wird auf Vorschlag der Bürgerschaftsverwaltung insofern modifiziert, dass die Bürgerschaft sechs Monat Zeit zur Bearbeitung des Antrags hat.

Die Sitzung beginnt um 14 Uhr mit einer Fragestunde, danach soll um ca. 15 Uhr der Bürgerantrag diskutiert werden. Evt. kann es durch aktuelle Themen zu einer Verschiebung um eine Stunde auf ca. 16 Uhr kommen.

Gechafft! Die Unterschriften sind übergeben

nun prüft die Verwaltung der Bürgerschaft, ob mindestens 4.000 Bremer für eine bessere Verpflegung in öffentlichen Kantinen unterschrieben haben.

6. Nov. 15 Bürger fordern Billigfleischbremse (taz)

5383 Unterschrften gegen Blligfleisch (Weser-Kurier)

Bürgerantrag gegen Billigfleisch in Bürgerschaft eingereicht (Weser-Report)


3. Nov. (Vorbericht in der Neuen Osnabücker Zeitung) Bremer Kampagne gegen Billigfleisch in Kitas und Mensen

Unterschriften sammeln am Sonnabend 12. Sept. 15

hier vor Feinkost Holtorff im Ostertor

Bürgerantrag "Fleisch aus Massentierhaltung – Nein Danke!"

Bürger fordern: Nur noch Fleischprodukte aus artgerechter Tierhaltung dürfen in kommunalen Kantinen, Kitas, Schulen und Krankenhäuser Verwendung finden.

Mittels eines Bürgerantrages wollen Mitglieder des ABB (Agrarpolitisches Bündnis Bremen) erreichen, dass die neu zu wählende Stadtbürgerschaft beschließt, nur noch Fleischprodukte aus artgerechter Tierhaltung in kommunalen Kantinen, Kitas, Schulen und Krankenhäuser zu verwenden. Damit die Forderungen in der Stadtbürgerschaft zur Abstimmung kommen, müssen mindestens 4.000 Unterschriften Bremer Bürger gesammelt werden.

Die negativen Folgen der Massentierhaltung für Tierwohl, Umwelt, Gesundheit der Menschen, Nahrungsmittelversorgung und Klimawandel beunruhigen immer mehr Menschen. Ethische Bedenken und die Gefahr durch multiresistente Keime als Folge des massiven Antibiotikaeinsatzes verstärken die Akzeptanzprobleme der agrarindustriellen Tierhaltung in der Bevölkerung. Weitere Auswirkungen der Massentierhaltung sind erhöhte Nitratbelastungen des Grundwassers, Landraub für großflächigen Anbau von Futtermittel in den Ländern des Südens und einen gesteigerten Einsatz von Gentechnik und Pestiziden.

„Die Hansestadt Bremen hat in diesem Zusammenhang bei der Beschaffung von Lebensmitteln für Eigenverbrauch und öffentliche Gemeinschaftsverpflegungen eine besondere gesellschaftliche Verantwortung. Bei öffentlichen Empfängen im Rathaus und für die über 50.000 Personen, die täglich in kommunalen Bremer Kitas, Mensen, Kantinen und Krankenhäusern essen, soll zukünftig kein Fleisch mehr aus der Massentierhaltung zum Einsatz kommen, sondern Lebensmittel aus regionaler, bäuerlicher und ökologischer Landwirtschaft“, so Peter Bargfrede, eine der Unterzeichner des Bürgerantrages. Regionale Landwirte erhalten so bessere Absatzchancen für ihre Produkte und eine Perspektive für eine zukunftsfähige und ökologisch orientierte Landwirtschaft.

„Eine kostengünstige Umsetzung unserer Forderungen könnte durch regional-saisonalen Einkauf sowie eine fleischärmere Ernährung gewährleistet werden“, so Angela Hesse und Peter Gerhardt, die beiden anderen Unterzeichner des Bürgerantrags. „Unser hoher Fleischkonsum ist nicht nur aus gesundheitlichen Erwägungen fragwürdig, insbesondere der enorm hohe  Flächenbedarf für den Futtermittelanbau in den Ländern des Südens fördert die großflächige Abholzung von Urwäldern, zerstört kleinbäuerliche Strukturen und gefährdet die Ernährungssicherheit vieler Menschen“, so die beiden Unterzeichner weiter.

Presseberichte im

Weser-Kurier

TAZ


Bremer Aufruf zur fünften „Wir haben es satt!“-Demonstration am 17. Januar in Berlin

Stoppt Tierfabriken, Gentechnik und TTIP. Für die

Agrarwende! 

„Das Agrarpolitische Bündnis Bremen ruft alle Bremer und Bremerinnen auf, am 17. Januar nach Berlin zu fahren und für eine bäuerliche und ökologischere Landwirtschaft auf die Straße zu gehen, für gutes Essen und eine gute Landwirtschaft“, so Peter Bargfrede von der Bremer Erzeuger-Verbraucher-Genossenschaft (EVG) und Sprecher des Agrarpolitischen Bündnis Bremen. Überall in Deutschland verhindern Bürgerinitiativen neue Megaställe und fordern bäuerliche Strukturen in der Tierhaltung. Gentechnik-Mais darf in Deutschland nicht mehr angebaut werden und der massenhafte Protest lässt TTIP und CETA wanken. „Als Verbraucher und Verbraucherinnen können wir aber auch an der Ladentheke Verantwortung übernehmen und entscheiden, ob wir z.B. weiter die Massentierhaltung unterstützen wollen oder eine Landwirtschaft im Einklang mit der Natur und ohne Tierquälerei“, so der Sprecher weiter. ...

 

24. Nov. 14 Übergabe der Unterschriften anläßlich Werder-Mitgliederversammlung

Über den Nachrichtenticker läuft:

Kurze Info am Rande: Vor der Werder-Halle demonstrierten Tierschützer gegen den Werder-Sponsor Wiesenhof.

Stunden später

Als Weihnachtsgeschenk kündigt ein Mitglied eine Unterschriftensammlung für Bio-Produkte und gegen Wiesenhof an. ...

Und tatsächlich: Es ist ein Geschenk in buntes Papier eingepackt.

...

Es geht dem Ende zu… Also mit der Sitzung, nicht mit Werder Bremen.

 

Weser-Kurier vom 26. Nov.:Werder-Hauptsponsor Wiesenhof

Protest mit 2000 Unterschriften

Zehn Mitglieder vom Agrarpolitischen Bündnis Bremen nutzten die Mitgliederversammlung, um gegen Werders Hauptsponsor Wiesenhof zu protestieren.

Mit einem Plakat und sieben Schildern, auf denen „Wiesenhof raus“ stand, hatten sich die Aktivisten vor der Werder-Halle positioniert. Gegen Ende der Veranstaltung übergab Peter Bargfrede als Sprecher der Gruppe noch ein Paket mit 2000 Unterschriften an die Vereinsführung. Ihr Anliegen ist klar: Werder soll den Vertrag mit dem Geflügelproduzenten kündigen. Erst in diesem Jahr hatten Werder und Wiesenhof ihre Zusammenarbeit bis 2016 verlängert. (wk)

Nunja, die 'wirkliche Botschaft' "Wiesenhof raus - bio rein" mochte der Weser-Kurier dann doch nicht transportieren.

Unterschriften für mehr Bio im Weserstadion und keine Massentierhaltung als Sponsor!

Bei den Aktionstagen Ökolandbau Bremen 2014 werden bereits die ersten Unterschriftenlisten gezeigt.

Das agrarpolitsche Bündnis in Bremen

setzt sich ein für

- artgerechte Tierhal­tung

- Verbraucher- und Klima­schutz

Daraus resultieren Aktionen gegen Massentierhaltung als Sponsor 'unseres' Fußballvereins

Pressemitteilungen

finden Sie auf facebook

Berichterstattung über die Bürgerschaftssitzung zum Bürgerantrag "kein Billigfleisch"

Radio Bremen, Buten & Binnen 19. Jan.Filmbericht

Weser-Kurier 20. Jan Zeitungsartikel

taz. 14. Jan. 2016 Bericht über den taz-Salon u.a. zum Bürgerantrag

Frisch waren bei der Veranstaltung noch die Verabredung der Regierungskoalition. Der Bürgerantrag soll in die Deputationen von Umwelt, Bildung, Finanzen, Gesundheit 'abgeschoben' werden. Der Begriff von "artgerechter Tierhaltung" sei nicht geklärt. Immerhin gibt es dazu allgemein akzeptierte Vorgaben: 

- die EU-Bio-Verordnung,

- Neuland-Richtlinien

- und auch das AFP (Agrar-Förder-Programm) gibt inzwischen deutliche Bestandszahlen an, bis zu deren Größe gefördert wird.

Aktion gegen Billigfleisch in öffentlichen Einrichtungen

ze.tt vom 20. Aug.

Den Bürgerantrag "Kein Billigfleisch mehr in der öffentlichen Gemein-schaftsverpflegung "

bitte ausdrucken und

ausgefüllte Listen bitte an folgende Adresse senden:

Agrarpolitisches Bündnis Bremen
c/o Bremer Erzeuger-Verbraucher-Genossenschaft eG
Am Dobben 43a; 28203 Bremen

 

Das Plakat zum Bürgerantrag

Email an die Bundestagsabgeordneten 14. Okt. 14 wegen der Neuregelung der EU-Bio-Verordnung

 Sehr geehrte Frau Abgeordnete, sehr geehrter Herr Abgeordneter,

am kommenden Donnerstag beschließen Sie über den Vorschlag der europäischen Kommission für eine neue Bio-Verordnung.
Die Bundestags Drucksache 18/1393 Nr. A.31 und ein Antrag der Opposition liegen vor.

Die Revision wird getragen von Erkenntnissen aus den vergangenen Bio-Skandalen und Betrügereien.
Hierzu zählen: mehrere Kontrollstellen auf einem Betrieb, Teil-Betriebsumstellung, falsche Auslobungen, ‚ungenaue’ Kontrollstellen – und fehlende Analytik.
  
Die bisherige jährliche Prozesskontrolle (also Warenstromprüfung) kann nicht für unbelastete oder möglichst gering belastete Lebensmittel sorgen.
Eine (neue) Produktkontrolle wird daher von der EU-Kommission angestrebt und merkwürdiger Weise von den deutschen Anbauverbänden abgelehnt. Wir halten den Einstieg in diese zusätzliche Kontrolle nicht nur im Bio-Bereich für unerlässlich, drückt sie doch im Umkehrschluss aus, dass wir gar nicht wissen wollen, was wir essen.

Kontaminierte Nahrung gehört weder auf den Tisch noch in den Viehtrog! Die Analyse ist Garant dafür, dass der Landwirt sorgfältig auf seinem Boden wirtschaftet, auf die Herkunft der Futtermittel und die Erzeugnisse seines Betriebes achtet und die Verarbeiter schonend und verbraucherschutzbewußt herstellen.

  Stärken Sie 'bio' und den Verbraucherschutz!

 Impressum |